DOAG Deutsche ORACLE-Anwendergruppe e.V.
 
   

Wie überzeuge ich meinen Chef, mir ein DevCamp-Ticket zu buchen?

In drei Wochen findet zum dritten Mal das Opens external link in new windowDOAG DevCamp statt. Und zwar als Barcamp – ein Format, mit dem nicht jeder Vorgesetzte sofort etwas anfangen kann. Wir geben Tipps und Hinweise, wie Sie Ihren Chef für das DevCamp begeistern und gleichzeitig Ihr Profil stärken.

Das BarCamp-Format findet immer mehr Anhänger. Kein Wunder – statt passivem Zuhören steht hier der lebendige Austausch unter Gleichgesinnten im Vordergrund. Das Feedback zeigt: von den offenen und intensiven Diskussionen profitieren die Teilnehmer enorm. Noch ist die Eventform bei uns eher unbekannt – nicht jeder Vorgesetzte erkennt sofort den Mehrwehrt und bucht bereitwillig Tickets für seine Mitarbeiter, zumal ein Fachevent grundsätzlich mit Arbeitsausfällen und zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Übergreifende Themen

Das Gespräch mit dem Vorgesetzten erfordert deshalb Fingerspitzengefühl: Zuallererst muss der Nutzen einer Teilnahme für das Unternehmen herausgestellt werden. Punkten Sie mit praxisrelevanten Themen, die in offenen Sessions kreativ diskutiert und gemeinschaftlich vertieft werden. Das Spektrum deckt sich mit den gebräuchlichen Development-Technologien im Oracle-Umfeld: Forms, PL/SQL, APEX, ADF, SOA/BPM.

Zusätzlich werden mobile Lösungen, Oracle JET und das Internet der Dinge thematisiert. Denn im Zuge der Digitalisierung verschwimmen die Grenzen, und nicht immer löst eine Technologie auch die konkreten Probleme im Projekt. Hier kommt die große Stärke des Barcamp-Formats zum Tragen: Themen können, unabhängig von Streams, übergreifend beleuchtet werden.

Expertenwissen und Praxiserfahrung
Unter den Anwesenden sind auch namhafte Gurus, die sich auf Augenhöhe an den Diskussionen beteiligen – derart offener Austausch ist auf klassischen Konferenzen meist nicht möglich. Unter anderem dabei: Sascha Wolter, Experte für User Experience und Internet of Things.

Bei den Diskussionen geht es aber nicht nur um die neuesten Trends. In erster Linie profitieren die Teilnehmer von den Erfahrungen und Tipps anderer Firmen, dabei kann es sich auch um bewährte Frameworks oder Technologien handeln. Falls sich aus den Diskussionen abweichende Themen ergeben, werden diese ebenfalls ins Programm aufgenommen. Das praktische Knowhow bedeutet direkten Gewinn für das eigene Unternehmen: neues Wissen kann nach dem Event an Kollegen weitergegeben werden, beispielsweise durch interne Schulungen.

In den vergangenen Jahren waren es übrigens viele „weiche Themen“ wie die Führung eines Projektteams, Aufwandsschätzung oder der Umgang mit agilen Entwicklungsmethoden, die in den Sessions besonders heiß diskutiert wurden. Diese Kompetenzen bringen nicht nur den Arbeitnehmer, sondern das Unternehmen als Ganzes voran.

Erstmals in diesem Jahr gibt es auch die Möglichkeit, Technologien in praktischen Sessions auszuprobieren. Während des Camps haben die Teilnehmer Zugriff auf die neuesten Oracle-Cloud-Produkte, obendrein werden diverse Hands-On-Sessions angeboten. Das Wichtigste ist aber auch hier der unmittelbare Austausch im Team: Neue Trends und Technologien können damit besonders effektiv unter die Lupe genommen werden – und der Arbeitgeber spart Zeit und Geld.

Imagepflege und Networking
Gleichzeitig eröffnen sich bei dem offenen Format naturgemäß jede Menge Möglichkeiten zum Networking. Und auch ein Abendevent steht auf dem Programm: in einer eigens angemieteten Ski-Hütte direkt am Rhein lassen sich besonders leicht neue Kontakte knüpfen. Nicht zuletzt erlaubt das Format viel Raum für eigenes Teambuilding. Gemeinschaftliche Diskussionen mit anderen Entwicklern und ein vergnügliches Abendevent sind mindestens so wirkungsvoll wie der ubiquitäre Floßbau.

Außerdem beeinflusst die Teilnahme an Fachevents grundsätzlich die Außenwahrnehmung eines Unternehmens: Die Wertschätzung durch Mitarbeiter, Kunden und Konkurrenten sowie Bewerber wächst. Vorausgesetzt natürlich, die DevCamp-Teilnahme wird entsprechend publik gemacht, etwa über die Mitarbeiterzeitung oder den Firmenblog.

Eigeninitiative zeigen

Beim Chefgespräch sollten Sie die vielen Vorteile für das Unternehmen an Ihre Eigeninitiative knüpfen. Stellen Sie heraus, welchen Eigenanteil Sie leisten, beispielsweise durch Hotelübernachtungen oder Freizeit. Unter allen Umständen sollten Sie Ihrem Vorgesetzten vermitteln, dass Sie nicht auf dem Absprung sind, sondern die neuen Kontakte und das Knowhow zugunsten Ihrer Firma nutzen wollen.

Möglicherweise lässt sich das DevCamp sogar mit einem Außentermin verbinden. Auf diese Weise machen Sie Ihrem Chef klar, dass Tickets eine lohnende Investition in Sie und die Zukunft des Unternehmens darstellen. So steht Ihrer Teilnahme am DevCamp garantiert nichts mehr im Wege.

03.02.2016 Development, SOA & BPM, Mobile Computing, APEX, Agile, Events
Von: Jan Peterskovsky